Chronik der Jahre bis 2010

Bürgerverein Duisburg-Großenbaum/Rahm – Chronologischer Abriss

1971
28. Mai 1971: Gründung des Bürgervereins Duisburg-Großenbaum. Schon am ersten Tag der seines Bestehens können 115 Mitglieder willkommen geheißen werden. Der Gründungsvorstand ist im ersten Jahr voll damit beschäftigt, den Verein richtig in Schwung zu bringen.

1972
An der Straße "Im Knick" wird in Gemeinschaftsarbeit ein verwahrloster Platz in eine beschauliche Grünanlage verwandelt. Zur Einweihung kommt auch Oberbürgermeister Arnold Masselter. Dazu gibt’s Erbsensuppe und natürlich Bierchen.

1973
Viele machen mit, als der Bürgerverein zur ersten Waldreinigung aufruft.
Der BV entscheidet mit über den Standort des Hallenbads.

1974
Bebauung "Am Golfplatz": der BV muss sich mächtig ins Zeug legen, um zu verhindern, dass weitere Hochhäuser im Wald errichtet werden; er erreicht schließlich eine Änderung des Bebauungsplans Nr. 575 (Saarner Straße).
Die Großenbaumer Spielplätze werden wieder in einen ordentlichen Zustand versetzt.

1975
Am 26. Februar 1975 wird der Ortsteil Rahm aufgenommen – seither heißen wir "Bürgerverein Duisburg-Großenbaum/Rahm".
Im Großenbaumer Wald werden 10 Bänke und 1 Tisch aufgestellt, angeschafft aus Mitteln des Bürgervereins.


1976
Dem Städtischen Altenheim (Curtius-Pilgrim-Stift) wird eine Bücherspende übergeben: mehr als 1.000 Bände hatte der BV bei Großenbaumer Bürgerinnen und Bürgern gesammelt.
Der BV erreicht, dass das alte Verwaltungsgebäude der Hahnschen Werke zu einem Jugendheim in freier Trägerschaft wird.
Wieder einmal hat es der Wald nötig: viele fleißige Helferinnen und Helfer befreien den gesamten Großenbaumer und Rahmer Forst von Abfall und Gerümpel.

1977
Die Zahl der Bänke im Wald wird verdoppelt, ihnen wird eine größere Zahl von Papierkörben beigestellt; die zuständigen Förstereien übernehmen die Aufgabe, sie regelmäßig zu leeren.

1978
Der BV schaltet sich in die Planungen zur Anbindung von Großenbaum an die Nord-Süd-Straße ein und fordert eine Querspange mit Untertunnelung sowie die Anbindung des Ortsteils Buchholz – eine Lösung, die etliche Jahre später realisiert wird.
Wieder einmal ist eine Waldreinigung nötig: fast 9 Kubikmeter Müll kommen dabei zusammen.
In Großenbaum werden auch westlich der Bahn Bänke aufgestellt.

1979
Eine Informationsfahrt hat den "Schnellen Brüter" in Kalkar zum Ziel. Dieses Milliarden-DM-Grab ist mittlerweile in einen Freizeitpark („Kernwasser Wunderland“) verwandelt worden.
- Erstmals wird ein Dämmerschoppen geboten. Zahlreiche Vereine und Verbände wirken mit und bieten Musik, Tanz und mancherlei Kurzweil.

1980
Streitpunkt Flugschneise des Flughafen Essen/Mülheim über dem Duisburger Süden: der BV kooperiert mit einer gemeinsamen Bürgerinitiative, die gegen den geplanten Ausbau des Flughafens und für eine anderweitige Nutzung des Flughafengeländes ist.
Gegen die Errichtung eines Kohlekraftwerks am Krefeld-Uerdinger Rheinhafen wird energisch Widerspruch eingelegt, da die zu erwartenden Emissionen bei vorherrschend westlichen Winden überwiegend die Bewohner des Duisburger Südens treffen würden. Die Planungen werden danach nicht weiter verfolgt.

1981
Vorschläge des BVs zur Gestaltung der Fläche nahe der Rahmer Kirche sind von der Stadtverwaltung begrüßt worden. Das Gartenamt hatte nach dem Abriss der Gaststätte Schenkel ("Drei Linden") eine einfache Wiese als Begrünung vorgesehen. Nun greifen unsere Mitglieder zu Spaten und Schaufel und verwandeln – unterstützt durch eine Planier-Maschine – den Flecken in eine ansehnliche Grünanlage. Hier auf dem "Lindenplatz" findet auch ein altes Wegekreuz wieder einen würdigen Platz.
Der Verein feiert sein zehnjähriges Bestehen mit einer Festversammlung in der Mensa der Gesamtschule Duisburg-Süd .

1982
Große Feier zum runden Ortsjubiläum "450 Jahre Großenbaum". Der Bürgerverein koordiniert das Programm der Festwoche und gestaltet eine Reihe von Veranstaltungen eigenverantwortlich: Eröffnungsveranstaltung, Vortrag "Großenbaumer Land und Leute", Abendwanderung mit Dämmerschoppen und die Fotoausstellung "Großenbaum gestern und heute". Aus dem als Abschluss der Festwoche veranstalteten Straßenfest mit Straßenmarkt entwickelt sich eine allseits beliebte Jahresveranstaltung: das jährlich Schlagbaumfest.
Der Bürgerverein engagiert sich für die Singvögel in unserer Gegend und hängt, unterstützt von der Speeschen Forstverwaltung, im Großenbaumer Wald 150 Nistkästen auf.

1983
Bürger und Vereine haben während der Festwoche im Vorjahr 9.200 DM zusammengetragen. Das Geld wird der Duisburger Patenschafts-Aktion "Ein Platz an der Sonne" gespendet.
Auch im Rahmer Wald werden Bänke aufgestellt. Der müde Wanderer findet nun Ruheplätze bis hin zur Lintorfer Ortsgrenze.
Die Grünanlage "Im Knick" wird grundüberholt.

1984
Ein als Grünfläche mit Spielplatz ausgewiesenes, verwildertes Grundstück an der Ecke Walter-Schönheit-Straße / Am Rahmer Bach wird in einen Spielplatz mit Teich verwandelt. Ein riesiger Schuttberg ist abzutragen, eine 37 mal 47 Meter große Mulde wird planiert und mit einer Folie abgedichtet. Dann heißt es von seiten der Freiwilligen Feuerwehr: "Wasser marsch!", und der Rahmer Dorfteich ist voll.

1985
Der Kinderspielplatz an der Ecke "Zu den Wiesen / Im Knick" wird neu gestaltet mit Spielgeräten, Sitzbänken und Pflanzen.
- Jahresausflug (dieses Jahr nach Xanten in den „Archäologischen Park“), heimatkundliche Wanderung (durch den Heltorfer Forst), musikalischer Frühschoppen in Großenbaum, Schlagbaumfest: eine ganze Reihe von Veranstaltungen, die mittlerweile im Jahresablauf ihren festen Platz gefunden haben.

1986
Der Bürgerverein bewirkt zusammen mit Politik und Verwaltung, dass eine Reihe von Straßen in unseren Ortsteilen erstmals als verkehrsberuhigt ausgewiesen werden.
Einige der vor Jahren aufgestellten Bänke sind altersschwach geworden und werden ausgetauscht.

1987
Der Dorfteich in Rahm ist als Abfallgrube missbraucht worden und muss gesäubert werden. Mitglieder des Bürgervereins und die Rahmer Freiwillige Feuerwehr packen’s an.
Gegen die im Duisburg/Mülheimer Wald geplante Sondermülldeponie wird entschiedener Widerstand mobilisiert. Der BV arbeitet hierbei in Städte-übergreifenden Bürgerinitiativen mit; Unterchriften werden gesammelt und em Oberbürgermeister im Rathaus übergeben (siehe auch 1988).

1988
Der Bürgerverein beteiligt sich an den Planungen für den Bereich um den Großenbaumer Bahnhof und entwickelt einen eigenen Entwurf, die heute noch aktuelle "Variante 4". Sie konkurriert mit dem Entwurf eines vom Planungsamt beauftragten Architekten-Teams und ist unter sieben Varianten letztlich erfolgreich. Umgesetzt ist sie allerdings auch 14 Jahre später noch nicht, doch es wächst die Hoffnung (siehe unter 1992 und Projekte, "Gestaltung des Bahnhofsvorplatzes").
Der geharnischte Protest war erfolgreich: die Planungen einer Sondermülldeponie werden endgültig fallengelassen; auf dem Terrain sollen einmal Golfer putten.

1989
Der Dorfteich hat wieder einmal eine Säuberung nötig: dieses Mal wird der Bürgerverein gemeinsam mit den Rahmer Pfadfindern aktiv.

1990
Die Grünfläche "Am Steinwerth" mit Spielplatz entlang des Rahmer Bachs wird nach Vorstellungen der Rahmer Pfadfinder angelegt – ein Projekt, das der BV unterstützt.

1991
Umweltschutz mit Spaten und Besen: der Gehweg am "Uhlenbroicher Weg" wird auf einer Länge von 250 m mit Spaten und Besen vom Wildwuchs befreit. Der hatte sich dort breitgemacht, seit ein Landwirt dem angrenzenden Feld Pestizide erspart hatte.
Der alte Grenzstein "An den vier Steinen", kurz: "Vierstein", aus dem Jahre 1791 markiert im Wald die Grenze zwischen Huckinger, Lintorfer, Saarner und Grindsmark. Der Wedauer Heimatforscher Friedhelm Stöters hatte darauf hingewiesen. Im Einvernehmen mit der Forstabteilung des Grünflächenamtes wird dieser Ort vom BV und Großenbaumer Helfern innerhalb weniger Monate seiner Bedeutung entsprechend hergerichtet.

1992
Eine stattliche neue Linde ersetzt den kranken, im Vorjahr gefällten Baum. Daneben findet das von den Rahmer Pfadfindern restaurierte Wegekreuz Platz. Der von Pastor Sauer erteilte Segen erreicht gleichermaßen Kreuz, Baum und Umstehende.
Bei einem Informationsabend zum Thema "Fluglärm" verdeutlicht Frau Charlotte Kann, MdL, die wirtschaftliche Bedeutung des Düsseldorf-Lohauser Flughafens für die Region – der lebhafte Beginn einer Diskussion, die bis heute noch zu keinem befriedigenden Ende geführt hat.
Unser seit 1988 aktiv betriebenes Projekt "Gestaltung des Bahnhofsvorplatzes in Großenbaum" (Variante 4) wird in der Bezirksvertretung Süd befürwortet; bestätigt wird der Plan auch durch eine Anerkennungsurkunde im Rahmen des „Bürgerpreises für Umweltschutz der Stadt Duisburg“.
Endlich fertiggestellt wird der Lärmschutz an der A 59 in Höhe "Am Kiekenbusch", für den sich der Bürgerverein engagiert hatte.

1993
Ein Rahmer Ortsjubiläum steht bevor: Ratsherr Heinz Bünk weist den Bürgerverein auf die Urkunde einer Rahmer Bürgerin namens Alheidis Aldenkyrcke aus dem Jahre 1494 hin. Der Bürgerverein greift die Anregung auf und beschließt, das Vermächtnis der Alheidis nach genau einem halben Jahrtausend 1994 in gebührender Weise zu feiern. Zu diesem Anlass soll rechtzeitig ein Rahmer Heimatbuch erscheinen. Eine Gruppe von Autoren hat sich schon 1992 ans Werk gemacht, um die knappe Zeit bis zum Ortsjubiläum zu nutzen.
Im September trifft man sich in Rahm rund um die neue Linde zu einem Frühschoppen. Aus dem Früh- wird mit der Zeit ein Dämmerschoppen.

1994
Das Rahmer Ortsjubiläum wird mit viel Energie vorbereitet und beschert ein mitreißendes Fest, das unter Beteiligung aller Rahmer Vereine vom 26. August bis zum 6. September gefeiert wird. Zwischen der Eröffnungsfeier bei Kornwebel und der großen Schlussveranstaltung, einem Heimatabend im Festzelt mit 700 Gästen, liegt eine Folge von weiteren 26 Veranstaltungen. Auch das Buch wird rechtzeitig fertig und kann zur Eröffnung der Heimatausstellung im Rahmer Pfarrheim der Öffentlichkeit vorgestellt werden.
Nicht nur Archivare spekulieren, dass es Rahm schon vor über 500 Jahren gab: die Recherchen zum Buch bringen heraus, dass die erste Erwähnung Rahms bereits für das frühe 13. Jahrhundert nachgewiesen ist.
Anlässlich der Feierlichkeiten gibt der Bürgerverein eine historische Karte des Bergischen Nordens aus dem Jahre 1843 heraus, ferner eine Guss-Platte mit dem Notariatssignet aus der "Alheidis-Urkunde" von 1494 und silberne Gedenkmünzen, die sich regen Zuspruchs erfreuen.
Der BV entwickelt für Großenbaum-West ein Verkehrskonzept, das dem wachsenden Verkehr Rechnung trägt. Darin werden unter anderem der Bau eines Kreisverkehrs und verkehrsberuhigte Zonen gefordert.

1995
Wieder ein Jahr mit Pflanzaktionen: im Februar/März pflanzt der BV 15 Obstbäume, die von der Stadt Duisburg gestellt werden, auf eine Bachwiese. "Am Kiekenbusch" werden Kopfweiden gesetzt, im Herbst kommen in der Nachbarschaft 10 Ulmen dazu.
Anfang Juli geht’s zur Landesgartenschau nach Grevenbroich; die Teilnehmer der Jahresfahrt werden fachkundig durch Günter Both geführt.

1996
Der Bürgerverein engagiert sich weiterhin für sein Konzept der Neugestaltung des Bahnhofsvorplatzes in Großenbaum.
Die Bebauung in Rahm-West (Am Böllert) war kontroverses Thema der vorangegangenen Jahre; nun nimmt der Bürgerverein Einfluss auf die Gestaltung des Marktplatzes: der von Günter Both vorgestellte Bürgervereins-Vorschlag einer "dörflichen" Variante findet Zustimmung und soll realisiert werden.
Die Verkehrsanbindung des Gewerbegebietes Beckerfelder Straße bleibt ein dorniges Thema: Die Bezirksvertretung fasst einen Beschluss, der die Südanbindung bei gleichzeitigem Ausbau der nördlichen Ackerstraße vorsieht.
Am 24. Mai feiert der BV sein Jubiläum zum 25jährigen Bestehen. Mehr als 500 Gäste lassen sich zu einem ausgezeichneten Programm und „Kappes mit Keene“-Essen ins Festzelt der Schützenbruderschaft Großenbaum locken.
Bei einer "Herbstlichen Begehung" des Gewerbegebiets Großenbaum-West am 13. November folgt eine interessierte Gruppe dem sachkundigen Führer Dr. Maier-Bode von der Gesellschaft für Wirtschaftsförderung.

1997
Der erste Schritt der Wohnumfeldmaßnahme in unseren Gemeinden, der neue Bahnhofsvorplatz in Großenbaum, wird von Oberbürgermeister Josef Krings der Öffentlichkeit übergeben.
Der Platz "Am Böllert" wird nach dem Vorschlag des Bürgervereins als "dörflicher" Platz gestaltet.
Die Bezirksvertretung beschließt die Süd-Anbindung des Gewerbegebiets "Beckerfelder Straße".

1998
Der Bürgerverein startet eine Ferienaktion für Kinder: Der Malwettbewerb am 17. Juli, zu dem sich über 70 Teilnehmer anmelden, lässt viele Wünsche und gute Ansätze erkennen.
Wenn es um Bequemlichkeit beim Autofahren und Parken geht, kann anscheinend kein Gedanke abseitig genug sein: Ein Lokalpolitiker schlägt allen Ernstes vor, die Bachwiese gegenüber der Rahmer Kirche in Parkplätze zu verwandeln. Der BV interveniert erfolgreich. (Die Wiese ist auch 20 Jahre danach noch grün.)

1999
Der Bürgerverein hat angeregt, den "Hahnschen Werke" ein Denkmal zu setzen, und bittet um Gestaltungsvorschläge. Die Resonanz ist groß. Ausgewählt wird schließlich Hans Bünings Entwurf "Schichtwechsel".
Sachthema der Herbstveranstaltung: "MDI bei Frigoscandia". Der Widerstand des Bürgervereins gegen die Lagerung von bedenklichen Stoffen bleibt leider erfolglos.

2000
Am Lindenplatz in Rahm steht eine Laterne ... mal brennt sie, mal nicht. Der Bürgerverein sorgt dafür, dass ihr nicht immer wieder die Kraft ausgeht.
Dank eines vom Bezirksamt genehmigten Betrags von DM 5.000,- ist nun die Finanzierung des Denkmals gesichert. Noch ist allerdings der Standort nicht gefunden.
Sachthemen der Herbstveranstaltung am 15.11.: Kanalbauarbeiten auf der Angermunder Straße (die tatsächlich im Jahr 2001 termingerecht abgeschlossen werden können); "Stand der Entwicklung der B8n": Referent Klaus Klingen warnt vor übertriebenen Hoffnungen, die Anbindung an die Stadtautobahn könnte in wenigen Jahren geschafft sein – man müsse eher mit einem Jahrzehnt rechnen.

2001
Anfang des Jahres werden den regionalen politischen Mandatsträgern größere und kleinere Anliegen nähergebracht: Straßenschilder in Großenbaum und Rahm sind zu korrigieren; der Dorfplatz in Rahm braucht einen Ersatzbaum; bei Lidl müsste ein Wartehäuschen aufgestellt werden; die Fahrbahndecke der Angermunder Straße ist in Schuss zu bringen; und unser Dauerthema: die Gestaltung des Bahnhofsvorplatzes.
Sachthema der Herbstsitzung: Ein Vertreter der zuständigen Duisburger Dienststelle präsentiert die geplanten Hochwasserschutzmaßnahmen, insbesondere die Sicherung des Rahmer Bachs. Auch hierfür sind ein langer Atem und viel Geduld vonnöten (Stand Ende 2002: vier Jahre nach dem Hochwasser vom 1. November 1998 fehlt immer noch das Wehr am Kanaleingang des Überlaufs vom Dickelsbach in den Rahmer Bach – der Zulauf ist bei Hochwasser völlig ungesichert).

2002
Am 19. Juli wird das Denkmal Hahnsche Werke mit dem passenden Namen „Schichtwechsel“ der Öffentlichkeit übergeben. Alt-Oberbürgermeister Krings lässt es sich als Großenbaumer nicht nehmen, Hahnsche Werke und Denkmal zu würdigen.
Zum Schlagbaumfest im September präsentiert der Bürgerverein sein neues integriertes Konzept für die Gestaltung des Bahnhofsplatzes in Großenbaum. Es trifft auf uneingeschränkte Zustimmung. Jetzt kommt es darauf an, Unterstützung zu mobilisieren und Mittel dafür lockerzumachen.

2003
Der Bürgerverein erfährt von einem bedeutsamen Dokument der industriellen Vergangenheit Großenbaums, dem großformatigen Gemälde "Hahnsche Werke" des Düsseldorfer Malers Hans Seyppel von 1938. Zusammen mit Altoberbürgermeister Josef Krings setzt sich der BV bei der Firma Vodafone erfolgreich dafür ein, dass dieses Gemälde einen würdigen Platz im Kultur- und Stadthistorischen Museum der Stadt Duisburg erhält. Am 28. April 2003 wird es übergeben.
Die Hahnschen Werke sind auch das Thema des bekannten Unternehmens-Historikers Prof. Wessel, der als Hauptreferent des Info-Abends in Rahm die Geschichte der Werke fesselnd und gut illustriert nachzeichnet.
Die Heimatkundliche Fahrt 2003 führt nach Solingen, ins Dorado der Klingen und Schleifer.

2004
Bei der Info-Veranstaltung in Rahm geht es um den Grundwasserschutz und den Geldbeutel der Hausbesitzer, die im Bereich der Trinkwasserschutzzone wohnen. Für die privaten Abwasserleitungen muss die Dichtheit nachgewiesen werden. Die Wirtschaftsbetriebe der Stadt Duisburg informieren, der Saal ist voll.
Die Heimatkundliche Fahrt 2004 geht am 24. Juli 2004 nach Kalkriese bei Bramsche im Osnabrücker Land, wo im Jahre 9 n. Chr. römische Legionen in einen germanischen Hinterhalt gerieten.

2005
Wieder einmal wird der Bürgerverein bei der Schenkung eines Gemäldes vermittelnd tätig: Ein schönes Bild aus der Frühzeit der Rahmer Pfarrkirche St. Hubertus findet seinen Weg nach Rahm zurück. Gemalt hatte es der Maler Hackenbroich für Walter Schönheit, den ersten Pfarrer der jungen Gemeinde Rahm. Ein halbes Jahrhundert nach seinem Tod schenkt es Herbert Schönheit der katholischen Gemeinde St. Hubertus. Der BV übergibt es stellvertretend am 4. März 2005 an Pfarrer Clemens Hruschka.
Der Verkehrslärm wird zu einem neuen Schwerpunktthema des BV. Dem widmet sich eine spezielle Arbeitsgruppe. Die Kommunen sind gehalten, aktuelle Lärmimmissionskataster erstellen zu lassen; aus diesen gehen die Problemgebiete deutlich hervor. Mit dem Planfeststellungsverfahren für den Weiterbau der A524 rückt auch der mangelhafte Lärmschutz der alten Ausbaustrecke in der Ortslage Rahm in den Vordergrund. Der BV prüft die geplanten Maßnahmen und fordert eine deutliche Verbesserung des Lärmschutzes für Rahm. Zugleich fordert er eine Verkehrsberuhigung der Angermunder Straße in Rahm und Großenbaum. Die von der Arbeitsgruppe selbst vorgenommenen Lärmmessungen stützen unsere Argumente, dass gegen den Lärm auch vor den Haustüren der Menschen dringend etwas getan werden muss.
Heimatkundliche Fahrt zum Rotweinwanderweg an die Ahr bei Mayschoß.

2006
Aktion Streuobstwiesen am Rahmer Bach: Am 28.10.2006 pflanzten fleißige Helfer des Bürgervereins Duisburg-Großenbaum/Rahm 15 Obstbäume, die ihnen die Stadt Duisburg zur Verfügung gestellt hatte. Bei bestem Pflanzwetter – es war kühl und feucht – fanden Hochstämme der Apfelsorten Rheinischer Krummstiel, Schöner von Boskoop und andere alte Sorten einen Standort auf den Obstwiesen am Rahmer Bach. Die Wiesen stehen unter Landschaftsschutz. Als ökologisch wertvolles Stück der alten Kulturlandschaft des Dorfs gehören sie zum öffentlichen Grün und können deshalb nicht unter Beton und Asphalt verschwinden. Ihrer Pflege hat sich der Bürgerverein seit langem verschrieben.
Im November schickt der BV eine Eingabe betreffend den Schutz vor dem Verkehrslärm in Großenbaum und Rahm an den Oberbürgermeister der Stadt Duisburg. Unsere Forderungen betreffen innerörtliche Problemstrecken ebenso wie die Autobahnen und den Bahnlärm.
Heimatkundliche Fahrt am Samstag, 22. Juli 2006 zum Rheinsteig um St. Goar und die Burg Rheinfels

2007
Hauptthema der JHV ist der Bahnhofsvorplatz Großenbaum. Günter Both referiert über den Sachstand (die Presse hatte im Vorfeld bereits berichtet) und stellt den Bürgervereins-Plan unter den Vorzeichen eines neuen Nutzungskonzepts vor. Diese Vorschläge liegen bemerkenswert nahe an dem jetzt immer mehr diskutierten Konzept des ‘Shared Space’ (das bedeutet etwa: ‘Gemeinsamer Straßenraum für alle’). Auch in Duisburg interessiert man sich jetzt von offizieller Seite für diesen neuen Ansatz bei der Verkehrsgestaltung und wird sich demnächst mit Hans Mondermans Konzept vor Ort näher befassen. Die Finanzierung der Platzgestaltung ist nach wie vor unklar.
Im August übergibt die Arbeitsgruppe "Lärmschutz" dem Duisburger Oberbürgermeister Adolf Sauerland. Listen mit über 400 Unterschriften von lärmgeplagten Anwohnern. Gefordert wird eine Entlastung der besonders betroffenen Wohngebiete an der Angermunder Straße, Großenbaumer Allee, Saarner Straße / Druchter Weg und neben der Autobahn A 524 in der Ortsdurchfahrt Rahm.
Der Bürgerverein meldet sich zur Kohlenmonoxidleitung der Bayer AG zu Wort. Am 3. August schreibt er dem OB einen offenen Brief: Hauptforderung: der Oberbürgermeister möge dafür sorgen, dass sich die Stadt Duisburg den Klagen der Nachbargemeinden anschließt, denn nur auf diese Weise lasse sich eine saubere Klärung der Problematik herbeiführen.
Sachthema des Info-Abends in Rahm (November 2007): Der Energiepass. Herr Rohde von den Stadtwerken Duisburg referiert über Wärmedämm-Maßnahmen an Wohngebäuden.
Am 20.11.2007 findet ein Auftaktgespräch zu dem Workshop "Neugestaltung des Bahnhofsvorplatzes Großenbaum" statt. Arbeitsgrundlage sind die Planungen, die Günter Both erarbeitet hat.
Heimatkundliche Fahrt geht nach Bad Ems (Lahntal).

2008
Am 9.2.2008 findet der Workshop zum Thema Bahnhofsvorplatz statt. Auch die JHV am 6.3.2008 befasst sich schwerpunktmäßig mit diesem Komplex. Der Platz ist für Großenbaum zentral, von seiner Wirkung hängt entscheidend ab, welches Bild man von diesem Stadtteil gewinnt. Nun wird endlich das Projekt seiner Umgestaltung entschieden angefasst, und was Herr Hölters vom Amt für Stadtentwicklung und Projektmanagement – Abteilung Stadtplanung – der Stadt Duisburg zum Stand des Projekts fachkundig vortrug, stimmte die Versammlung optimistisch. Die Beteiligten aus Politik, Vereinen und interessierter Bürgerschaft engagieren sich gemeinsam, um die Planungen voranzubringen.
Energiesparen war Sachthema des Info-Abends in Rahm. Unter dem Titel "Meine Heizung – Erdwärme, Solarstrom, Solarwärme – wie funktioniert das?" referiert Herr Richard von Lipzig, Geschäftsführer der Firma Efkemann.
Mehrere Vertreter des Vorstands arbeiten in den Arbeitsgruppen mit, die sich mit dem künftigen Flächennutzungsplan der Stadt Duisburg beschäftigen.
Heimatkundliche Fahrt zur Burg Eltz (21. Juni 2008).

2009
JHV: Der Stadtförster Axel Freude bringt der Versammlung in einem lebendigen Vortrag "Unser Lebensumfeld Großenbaumer Wald und Sechs-Seen-Platte" näher.
Die Lärmschutzgruppe installiert im Juni die Geschwindigkeits-Anzeigetafel –eine Leihgabe der Bürgerstiftung Duisburg – an ausgewählten Punkten in Rahm. Ihre Bremswirkung erzielt sie besonders auf der Rahmer Rennstrecke – der Angermunder Straße nördlich der Autobahn. Dort bleibt sie bis Ende 2010.
Der Landesbetrieb Straßen NRW antwortet auf die Einsprüche des BV zum geplanten Lärmschutz an der A524 in der Ortslage Rahm: ihnen wird nicht stattgegeben. Leider bedeutet das: Es wird keine neue, bessere Lärmschutzwand auf der Nordseite geben.
Info-Veranstaltung in Rahm: Dieter Wiegershaus referiert ausführlich über die Lärmbelastungen in Großenbaum und Rahm und schildert die weiteren Ziele der Arbeitsgruppe. Das sind: verkehrsberuhigende Maßnahmen auf einigen innerörtlichen Straßen, Geschwindigkeitsbeschränkung auf der A524 und Lärmsanierung auf der alten Ausbaustrecke der A524 in der Ortslage Rahm.
Thema ist auch das Rettungswesen in Duisburg-Süd: Ein Vertreter der Feuerwehr vertritt die Ansicht, dass die CO-Leitung aus Sicherheitsgründen noch lange nicht in Betrieb genommen werden kann, da ein schlüssiges Gefahrenabwehrkonzept aus vielerlei Gründen nicht in Sicht ist.
Heimatkundliche Fahrt zum Rotweinwanderweg an die Ahr (Juli).

2010
JHV: Thema des Abends war "Vorstellung der konkretisierten Planung Bahnhofsvorplatz Großenbaum – Großenbaumer Allee und Angermunder Straße – Ausblick Zeitschiene" (Referentinnen: Denise Hemmers und Beatrice Kamper vom Amt für Stadtentwicklung und Projektmanagement.
Der BV bittet den OB, die Umgestaltung der Angermunder Straße in Rahm (zu der es bereits einen Beschlussentwurf gibt: Drucksache 08-1101 vom 8.7.2008) möglichst rasch anzugehen. Dieser Straßenabschnitt ist eine straßenplanerische Fehlleistung der späten 1960er Jahre, mit der eine Lindenallee geopfert wurde – er verleitet permanent zu Geschwindigkeitsübertretungen.
Thema des Info-Abends in Rahm im November 2010: "Pflege" – wegen der damit verbundenen Belastungen nicht nur für ältere Menschen bedenkenswert (Referenten: Erika Hauke und Fred Kathenbach).
Der Grund-und Hochwasserschutz in Großenbaum und Rahm dürfte in den nächsten Jahren große Aufmerksamkeit beanspruchen. Der BV hat deshalb beim Oberbürgermeister kürzlich energisch eine Grundreinigung des Rahmer Bachs eingefordert, die seit mehr als einem Jahrzehnt ansteht, aber von Seiten der Verantwortlichen nicht einmal ansatzweise angepackt worden ist. Ein weiteres, damit verbundenes Thema sind die Grundwasserstände in unserem Gebiet, die sich nach dem Herunterfahren der Förderleistung des Wasserwerks Bockum in weiten Teilen des Duisburger Südens und Düsseldorfer Nordens erhöhen dürften. Hier ist eine ortsübergreifende Zusammenarbeit erforderlich, die vom Vorstand in der nächsten Zeit angestrebt wird.
Im Juli führt die Heimatkundliche Fahrt nach Aachen.


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